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Ostashkovo: Kirchenbau und Kunsthandwerk

Unterkünfte in Ostashkovo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ostashkovo bietet kulturinteressierten Reisenden zwei historische Perspektiven: die Christi-Geburts-Kirche mit ihrer Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie die Geschichte örtlicher Werkstätten für bemalte und lackierte Eisentabletts. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an einem konkreten Thema ausrichten möchten, führt die Kirchenchronologie vom 17. bis ins 19. Jahrhundert; die Werkstätten ergänzen den Blick auf den Ort um Handwerk und dekorative Malerei. So reicht die kulturelle Orientierung über sakrale Architektur hinaus bis zur Gestaltung von Gebrauchsgegenständen.

Bauphasen vom 17. bis ins 19. Jahrhundert

Eine Bauurkunde vom 17. Oktober 1621, die Patriarch Filaret an I. B. Cherkassky ausstellte, erwähnt eine hölzerne Christi-Geburts-Kirche mit einer Kapelle des heiligen Nikolaus des Wundertäters. Die Urkunde erlaubte den Bau einer neuen Kirche im Dorf Ostashkovo anstelle einer abgebrannten Kirche. Für die steinerne Christi-Geburts-Kirche ist eine spätere Bauzeit angegeben: Sie entstand um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert und wurde auf Kosten von Fürst M. Ya. Cherkassky erbaut. Damit stehen die frühe Erwähnung des Holzbaus und der später datierte Steinbau als unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte. Ab 1743 gehörten Ostashkovo und seine Dörfer den Grafen Sheremetev.

Der dreigeschossige Glockenturm der Christi-Geburts-Kirche wurde 1815 nach dem Entwurf von K. S. Ordenov im Empirestil errichtet. Dieses Datum liegt deutlich nach der Bauzeit der steinernen Kirche. 1830 wurde an die Kirche eine Kapelle des Propheten Elija angebaut. Turm und Kapelle markieren zwei weitere, genau datierte Bauabschnitte des 19. Jahrhunderts. So lässt sich die Baugeschichte nach ihren unterschiedlichen Etappen ordnen, statt alle Teile einem einzigen Baujahr zuzuweisen.

Architektur, Malerei und Ausstattung

In der Christi-Geburts-Kirche verbinden sich Merkmale verschiedener Architekturstile mit Ikonenmalerei, Wandmalerei und dekorativer Ausstattung. Zahlreiche Ikonen aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind erhalten. Einige wurden eigens für die Kirche in Auftrag gegeben, andere von Gemeindemitgliedern gestiftet. Damit kommen neben den künstlerischen Formen auch die unterschiedlichen Ursprünge der Werke in den Blick: gezielte Aufträge stehen neben Stiftungen aus der Gemeinde.

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Zur neueren Geschichte gehören zwei weitere Zeitangaben: Während der Sowjetzeit wurde die Christi-Geburts-Kirche nicht geschlossen; seit 1980 steht sie als Baudenkmal unter staatlichem Schutz. Diese Angaben ergänzen die Bau- und Kunstgeschichte um Aspekte aus dem 20. Jahrhundert.

Die Geschichte der Tablettmalerei

Eine weitere kulturhistorische Spur führt zum Handwerk. 1810 wurden in Ostashkovo Werkstätten zur Herstellung von Pappmaché-Erzeugnissen eingerichtet; zugleich entstanden dort die ersten Werkstätten für bemalte und lackierte Eisentabletts. Die Tablettmalerei wurde später als Zhostovoer dekorative Malerei bekannt. Hier stehen Herstellung und Gestaltung im Mittelpunkt, nicht Bauphasen: Darin unterscheidet sich dieser Abschnitt der Ortsgeschichte von der Chronologie der Kirche. Für Kulturinteressierte liegen so zwei verschiedene Themen nebeneinander: sakrale Architektur und die Gestaltung dekorativer Gebrauchsgegenstände.

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