Neue Tests bei Mars-Projekt in Moskau

Neue Tests bei Mars-Projekt in Moskau
Neue Tests bei Mars-Projekt in Moskau

Neuigkeiten von „Mars-500“, dem am 03. Juni 2010 gestarteten Projekt der russischen Weltraumagentur Roskosmos in Kooperation mit der europäischen ESA. Bei dem Experiment wird ein bemannter Flug zum Mars simuliert. Sechs freiwillige Teilnehmer werden für insgesamt 520 Tage in einem abgeschlossenen Komplex eingeschlossen und müssen anfallende Arbeiten und Tagesabläufe simulieren, die vom Aufbau her einem Hin- und Rückflug zum Mars möglichst nahe kommen. Bei dem aufwendigsten Mars-Experiment in der Geschichte der internationalen Raumfahrt sind die Probanden in einem 180 Quadratmeter großen Containersystem fast vollkommen isoliert untergebracht.

Das Experiment „Mars-500“ wird am IBMP (Institut für Biomedizinische Probleme) vor den Toren von Moskau simuliert. Die Kosten für das ambitionierte Projekt werden auf rund 15 Millionen US-Dollar geschätzt. Bei den neuesten Simulationen im Rahmen des Projekts ging es um den insgesamt dritten "Mars-Ausflug", der in Moskau simuliert wurde. Dieses Mal wurde von zwei Teilnehmern des Projekts ein Notfall auf dem „Roten Planeten“ nachgestellt. In dem Versuch musste der russische Teilnehmer Alexander Smolejewski seinem italienischen Kollegen Diego Urbina zur Hilfe eilen. Mit dem Versuch sollte nachgestellt werden, wie schnell Hilfsmaßnahmen auf dem Mars in die Wege geleitet werden können, wenn sich ein Crew-Mitglied bei einer Exkursion auf die Oberfläche verletzt und medizinische Hilfe benötigt.

Mars-500: 520 Tage „Big Brother“ im Container in Moskau

Das aktuelle Experiment dauerte rund eine Stunde und wurde von den in authentischen Raumanzügen agierenden Teilnehmern erfolgreich durchgeführt, wie das Institut für biomedizinische Probleme (IMBP) gegenüber der Presse-Agentur Interfax meldete. Das Experiment „Mars-500“ wird noch bis November 2011 in fast vollständiger Isolation durchgeführt. Der jüngste Feldversuch von Urbina und Smolejewski war nach der simulierten "Landung" der Crew auf dem Mars vor zehn Tagen der dritte und Einsatz auf der nachgestellten Oberfläche des „Roten Planeten“. Neben der medizinischen Hilfsaktion ging es bei der Mission auch darum, auf dem zehn Meter langen und sechs Meter breiten Areal in einer Lagerhalle unweit der russischen Hauptstadt Moskau auch mehrere Bodenproben zu entnehmen.

Christian Bathen

Datum: 27.02.2011

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